TransitTriest | Triest

TransitTriest Wir sind also nach Italien gefahren, ohne genau zu wissen, wie es weiter gehen soll. Es war fast unmöglich ein Visum zu bekommen. Mein Vater hatte eine Zeitlang auch die Hoffnung, dass er vielleicht von seiner Schifffahrtsgesellschaft einen Posten in Südamerika bekommt, was aber nicht möglich war. Es gelang uns dann aber doch, Besuchervisa für Argentinien bekommen. Am Anfang war schon die Ausreise nach Italien zu bekommen eine große Erleichterung. Manche Leute werfen die italienischen Faschisten mit den Nazis in einen Topf, aber wenn man vom nazistischen Österreich gekommen ist, war Italien wie ein Paradies – niemand hat sich um Politik gekümmert, keiner wusste, wo oder wer die Juden sind. Das war noch vor dem Krieg; nachher ist es anders geworden, dessen bin ich mir vollkommen bewusst.

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